Vorteile von Open Source Software

Wenn neue Software eingeführt werden soll, steht man vor einer Grundsatzfrage: Open Source- oder kommerzielle Software?
Die Entscheidung für die passende Software hat meist einen langfristigen Charakter und sollte daher wohlüberlegt getroffen werden. Wir zeigen auf, warum die Wahl von Open Source Software in vielen Fällen eine gute Wahl ist.

Für die Betrachtung von Total Cost of Ownership (TCO), spielt Open Source Software eine zunehmend wichtigere Rolle, vor allem im Hinblick auf den Wegfall von Lizenzkosten und durch die Vermeidung einer kostenintensiven Bindung an einen marktbeherrschenden Hersteller.

  • keine Lizenzkosten
  • beliebig viele Nutzer
  • Investitionssicherheit durch frei verfügbaren Quelltext, d. h. bei Bedarf selbständig erweiterbar
  • Individuell skalierbar und anpassbar ohne großen Aufwand

Was bedeutet Open Source?

Open Source Software bedeutet, dass der Quelltext der Software öffentlich zugänglich und frei verfügbar ist, sprich von Dritten eingesehen, geändert und verwendet werden kann.

Open Source ist nicht gleichzusetzen mit kostenlos!

Viele Open Source Technologien sind aber kostenfrei verfügbar. Oftmals werden zusätzlich sogenannte Enterprise-Versionen mit erweiterten Funktionen und Support angeboten.

Das Open Source Prinzip ist weit verbreitet, bekannte Beispiele von Open Source Software sind z. B. Linux, Apache, LibreOffice, Mozilla Firefox oder Android.

Große Unternehmen wie Sun, Oracle, Google und Novell unterstützen Open Source Projekte, die vor allem von der Community aus einer Vielzahl an Entwicklern sowie kleineren Unternehmen leben. Viele professionelle Software-Entwickler arbeiten in ihrer freien Zeit oder auch bei Konferenz-Hackathons an der Weiterentwicklung von Open Source Projekten.

Strategische Gründe für Open Source

Es gibt eine Vielzahl guter Gründe für den Einsatz von Open Source Software. Eine Open Source Studie hat die wichtigsten Gründe für den Einsatz von Open Source Software erfragt. Neben Kosten und Unabhängigkeit von Software-Herstellern (vendor lock-in) wurde die Qualität der Softwarelösungen, die kompetitiven Features und technischen Möglichkeiten sowie die Anpassbarkeit der Open Source Software genannt.

Anpassbarkeit: Standard vs. Individuell

Kommerzielle Softwareprogramme und -lösungen sind Eigenentwicklungen des jeweiligen Anbieters, der Quellcode ist nur dem Hersteller zugänglich. Für die Software-Integration und Funktionserweiterungen sind teure Beraterteams nötig. Besteht beim Hersteller für ein Feature keine Kapazität oder Nachfrage, können diese überhaupt nicht oder nur zu sehr hohen Kosten entwickelt werden.

Bei Open Source Software ist der Quellcode der Software öffentlich zugänglich. Dies gewährt den Nutzern ein hohes Maß an Flexibilität, individuelle Anpassungen und der Einsatz von funktionalen Erweiterungen sind selbstständig oder mit Hilfe von IT-Dienstleistern möglich.

Unabhängigkeit vs. Vendor-Lock-in

Der Einsatz kommerzieller Software bindet Unternehmen langfristig an den Software-Hersteller. Der Vendor-Lock-In erschwert den Kunden aufgrund hoher Wechselkosten, Eigentum der Daten oder technischen Barrieren den Wechsel zu alternativen Angeboten.
Bei Open Source Software fallen Lizenzgebühren oft nur im Enterprise-Bereich an. Die Integration, Anpassung und Weiterentwicklung kann durch interne Teams oder frei wählbare IT-Dienstleister erfolgen, Unternehmen sind nicht an einzelne Hersteller oder Dienstleister gebunden.

Open Source = Hohe Softwarequalität

Mit Enterprise Open Source Software erhalten Anwender Lösungen, die eine Vielzahl von Benefits bieten: qualitativ hochwertig programmierter Quellcode, stabile und hohe Leistungsfähigkeit sowie ein großes Maß an Sicherheit. Globale Communities sichern die Weiterentwicklung und fördern einen hohen Innovationsgrad. Sicherheitslücken werden schnell entdeckt und geschlossen. Darüber hinaus haben Open Source Projekte durch die große Community oft eine deutlich kürzere Time-to-Market als kommerzielle Softwarelösungen.

Open Source + IT-Dienstleister = Erfolg

Die Software-Anforderungen sind in jedem Fall individuell zu bewerten.
Viele gute Gründe sprechen für den Einsatz von Open Source Software.
Mögliche Closed Source Vorteile wie z. B. Weiterentwicklung oder Support – der meist nur für die Hersteller-Software gilt – kann mit einem kompetenten IT-Dienstleister in einen großen Vorteil für Open Source umgemünzt werden. Unternehmen, die über passende Software und exzellente IT Ressourcen verfügen, steht das Tor in eine optimale digitale Zukunft weit offen.

IT-Dienstleister oder interne IT-Teams können individuelle Anpassung, Weiterentwicklung und Support übernehmen und sind dabei nicht nur auf eine Software beschränkt. Empfehlenswert ist bei der Auswahl des IT-Partners nicht nur auf die technische Kompetenz zu achten, sondern auch die Methodik der Projektführung und -umsetzung, Change Management Qualitäten sowie die Kultur und das Mindset des IT-Dienstleisters in Erwägung zu ziehen.